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Weltall

Bienen schützen und die Pflanzenvielfalt erhalten

Umweltschutzprojekt von MENNEKES-Azubis und Mitarbeitern

Sie sind klein, aber haben eine große Bedeutung für unser Öko­system und den Men­schen: die Bienen. Die Insek­ten gehören zu den wich­tigsten Bestäubern und tragen so zum Erhalt einer Viel­zahl von Wild- und Kultur­pflanzen bei. Die hier­zulande bekannteste Bienen­art ist die Honig­biene. Sie zählt neben Rind und Schwein zu den wichtigsten Nutz­tieren des Men­schen, der sie in Europa schon vor mehreren Tausend Jahren erst­mals als „wildes Haus­tier“ hielt. Im Gegen­satz zu den meisten anderen Bienen­arten bilden Honig­bienen Sozial­gemein­schaften, so genannte Staaten. Nur dort können sie über­leben. Drei solcher Staaten mit je 30.000 bis 50.000 Bienen haben seit April 2022 auf dem Firmen­gelände von MENNEKES in Kirch­hundem-Welschen Ennest ihr Zuhause – direkt neben dem Logistik­zentrum. Betreut werden sie nach Feier­abend von einem Mit­arbeiter und meh­reren Azubis – und pro­duzierten bereits den ersten Honig.

Bienen schützen und Pflanzenvielfalt erhalten

„Für uns stehen bei dem Projekt die Themen Arter­haltung, Arten­vielfalt und Arten­schutz von Bienen und Pflanzen im Vorder­grund. Wir wollen einen kleinen Bei­trag gegen das landesweite Bienen­sterben und für noch mehr Pflanzen­viel­falt in der Region leisten“, erklärt Thomas Hennecke. Der Mitarbeiter des MENNEKES-Messe­teams ist aus­gebildeter Imker, organisiert beim Kreis­imker­verein Olpe, und kümmert sich in seiner Frei­zeit um die kleinen Tiere.

Unterstützt wird er dabei tatkräftig von neun Azubis des Unter­nehmens. Eine davon ist Victoria Busch­mann, Aus­zubildende zur Industrie­kauffrau im ersten Lehr­jahr. „Bienen mitten auf unserem Firmengelände – das klang für mich zunächst selt­sam. Als ich das erste Mal vor Ort die Bienen in ihrem Zuhause gesehen habe, stellte ich aber schnell fest: Das passt wunder­bar – denn hier haben sie einen tollen Platz im Grünen“, erzählt die 19-Jährige.

Worauf Buschmann anspielt: Direkt neben den Bienen­stöcken schlängelt sich der Rahr­bach entlang. Bis zum Mai 2022 wurde er in einem Gemein­schafts­projekt von der Gemeinde Kirch­hundem und MENNEKES auf­wändig renaturiert und fließt nun auf rund 520 Metern wieder natür­lich mitten durchs Firmen­gelände. Am neugestalteten Fluss­ufer wurden zahl­reiche bienen­freund­liche Pflanzen und Sträucher an­ge­sie­delt – ein per­fekter Lebens­raum für die kleinen Tiere. Die Bienen tragen durch groß­flächiges Bestäuben zum Erhalt und zur Fort­pflanzung von Wild- und Kultur­pflanzen in der gesamten Um­gebung bei – darunter auch Obst­bäume und -sträucher.

Prämierter Honig vom Werksgelände

Doch die „MENNEKES“-Bienen machen nicht nur ihren Job als Bestäu­ber, sie tun auch das, wofür sie ihren Namen tragen: Sie sam­meln fleißig Nektar und Pollen und pro­duzieren Honig. „2022 lieferten unsere Bienen bereits den ersten Honig. Rund 60 Kilo­gramm kamen zusammen – das sind rund 240 Gläser mit je 250 Gramm Honig. Was uns beson­ders freut, ist, dass unser Honig schon die erste Aus­zeichnung als Goldhonig erhalten hat. Der Preis wurde vom Landes­verband West­fälischer und Lippischer Imker verliehen“, berichtet Jan Griese, Aus­zubildender zum Industrie­kaufmann.

Thomas Hennecke nahm den Preis als Imker entgegen und freut sich eben­falls. Der 55-jährige Sauer­länder, der bereits seit 35 Jahren bei MENNEKES arbeitet, betont aber: „Der Honig wird aus­schließlich an Beschäftigte und Partner unseres Unter­nehmens ver­schenkt und nicht ver­market. Uns geht es vor allem um den Schutz von Bienen und Pflanzen.“

Wie es nun weitergeht? „Im März sind die Bienen wieder aus ihrem Winter­quartier raus­gekommen. Ab circa plus 10 Grad werden sie aktiv und beginnen erneut aus­zufliegen. Auch in diesem Jahr stehen für uns wieder klassische Imker­auf­gaben wie das Über­prüfen der Völker nach der Winter­ruhe, das Aufsetzen der Honig­räume und das Einlöten der Mittel­wände an – und am Ende können wir dann hoffent­lich den nächsten Honig schleudern“, sagt Victoria Busch­mann und blickt gespannt auf das zweite Jahr mit den besonderen Bewoh­nerinnen und Bewoh­nern des Firmen­geländes.